Uschi ist zwanghaft kreativ

Beiträge mit Schlagwort ‘nähen’

Ich blogge wieder

Liebe Freunde und Leser meines Kreativ-Blogs,

Ich habe mich jetzt entschlossen meinen Blog wieder weiter zu betreiben. Monatelang hatte ich gar keine Motivation mehr zu schreiben oder gar Bilder zu zeigen. Was aber nicht bedeutet das ich nicht Handarbeits- oder Bastel-technisch aktiv war. Im Gegenteil. Oft hat es mich mehr fasziniert die Dinge zu Stricken, Häkeln und zu Basteln als sie zu präsentieren.

Es wäre auch nicht sehr spannend für Euch gewesen, wenn ich immer nur meine gestrickten Socken zeige. Denn ich bin noch immer ganz im Sockenfieber. Die Freude am Socken-Stricken hat mich noch nicht verlassen! Aber ich möchte nicht das gleiche machen wie viele Handarbeits-Bloggerinnen und über jedes neues Knäul Sockenwolle schreiben. Das finde ich nun doch zu banal um darüber zu berichten.

In den letzten Monaten habe ich sehr viel gehäkelt und gestrickt, doch ich kann die Sachen hier gar nicht zeigen, weil ich sie ohne sie zu fotografieren weitergegeben und verschenkt habe.

Nach monatelanger Abstinenz habe ich mich aber auch mal wieder an die Nähmaschine gesetzt  folgende Kleinigkeiten gezaubert.

Diese süssen Herzen habe ich aus einem Rest Gardinenstoff den ich vor Jahren in einem Wühltisch erstanden habe gefertigt. Der Stoff hies „Füssen“ denn ein Etikett des Herstellers hing noch an einer Ecke, und er war seinerzeit sicher nicht billig.

Das Material lies sich super verarbeiten, obwohl für derartige Kleinigkeiten überall Baumwollstoff empfohlen wird, diese gröbere Polyester-Qualität war einwandfrei dazu geeignet.

Die Herzen sind etwa 13 breit und 15 cm hoch und den Schnitt hab ich mir selbst entworfen, denn mir gefallen die lang gezogenen schmalen Tilda-Herzen nicht so wirklich. Ein Herz muss für mich rund und kompakt sein… und nicht schmal und halbverhungert!

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Ich helfe dem Weihnachtsmann

Die kleine Mona bekommt zu Weihnachten das alte Puppenhaus aus Holz mit dem ihre Mama früher schon gespielt hat. Natürlich komplett mit Möbeln, damit die Püppchen gleich unter dem Weihnachtsbaum einziehen können.

Das Haus hat logischerweise schon einiges erlebt und brauchte eine Pflege des Dachstuhls durch einen guten Bekannten der Großeltern. Dieser nutzte die Gelegenheit um zusätzlich eine Möglichkeit einzubauen das Dach von oben zu öffnen, so das man auch von direkt oben hinein gucken kann.

Einige der Möbel wurden auch „überarbeitet“… was allerdings die letzten Jahre nicht überlebt hat waren die Textilien wie Bettzeug und Teppiche.

Mit der Aufgabe diesen Bereich wieder aufleben zu lassen wurde ich betraut. Was mir wirklich große Freude bereitet hat! So konnte ich nochmal mit Puppenmöbeln „spielen“ und damit sogar anderen eine Freude bereiten.

Diese Rattanmöbel werden wahrscheinlich im Wohnzimmer oder auf der Terasse eingesetzt. Die ursprünglichen Kissen konnte ich nicht entfernen, da der Stoff direkt auf die filigranen Holzteile geklebt ist. Aus diesem Grunde hab ich mich für abnehmbare Kissen aus Baumwollstoff entschieden. Damit sie schön flach bleiben hab ich Volumenflies (Vliesline 630) eingearbeitet.

Das Tischtuch ist einfach nur aufgeklebt.

Dies sind die Kinderbetten. Um den rustikalen Stil des Puppenhauses und der Möbel zu unterstreichen habe ich mich für klassisches Karo entschieden.

Und die Eltern-Betten sind noch ein Hauch Alpenländischer… ich finde der Stoff passt gut zu der Malerei auf den Betten (gleiches Muster findet sich auch auf den Schränken und Nachttischen)

Bei diesen Betten gab es zuerst ein kleinen Problem mit dem „Lattenrost“… es gab keinen. Es war einfach nur ein Stück Karton eingeklebt. Zuerst wollte ich passende Holzbrettchen besorgen, doch dann hab ich kurzerhand Karton mit Stoff (und Volumenflies) bespannt und fertig war die passende Matratze zur Bettwäsche.

Das Badezimmer ist eine Mischung aus klassischem Holzspielzeug und typischer 70er Jahre Farbverwirrung… dementsprechend hab ich ein paar Farblich passende Handtücher gezaubert.

genähte Stoffketten

Schon länger beschäftigte mich die Idee aus Stoff Halsketten zu machen. Alle möglichen Varianten ging ich im Kopf durch und verwarf sie immer wieder. Letztendlich bin ich bei der einfachsten Variante geblieben. Denn einfach ist oft am wirkungsvollsten.

Für diese Beiden unterschiedlich langen Ketten habe ich einen Rest normalen Baumwollstoff verwendet. Der Stoff hat ein sehr detailiertes und abwechslungsreiches Druckmuster, so das es beinahe wirkt als seien die einzelnen „Perlen“ aus unterschiedlichen Stoffen. In Wirklichkeit handelt es sich um einen durchgehenden Stoffschlauch der zwischendrin geknotet ist.

Ach ja und die „Perlen“ sind auch keine… Ursprünglich wollte ich Wattekugeln verwenden, aber da habe ich gerade nicht die richtige Größe zu Hand habe,  habe ich einfach nur Füllwatte verwendet. Die Form ergibt sich einfach nur durch das Stopfen und die Knoten.

Diese Art von Ketten gefällt mir supergut, damit kann ich auf einfache und preiswerte Weise meine weissen Blusen die ich bei der Arbeit tragen muss je nach laune aufpeppen. Weiter Bilder meiner Ketten folgen bald!

 

Tilda-Fieber hat mich gepackt

Tildavogel2

Nach meinem ersten Versuch ein Motiv aus den Tilda Büchern zu nähen hat es mich richtig gepackt. Es macht richtig Spaß aus den wunderschönen Stoffen kleine Kleinode zu zaubern.

Wieder habe ich mich an das Schnittmuster des Vogels gehalten, aber mit ein paar Abwandlungen.

Im Buch wird beschrieben die Flügelteile nur mit Volumenflies zu füllen, und da ich augenblicklich keines da habe, habe ich es einfach mit Füllwatte versucht. Dadurch stehen die Flügel viel mehr hoch und es wirkt als wolle mein Vogel gleich losfliegen.

Bei Tilda wird empfohlen die Augen aufzumalen, was ich nicht unbedingt schön finde. Bei meinem ersten Vogel hatte ich es mit Knöpfen probiert, die aber doch etwas sehr groß geraten sind. Bei der zweiten Version habe ich kleine Glasperlen als Augen aufgenäht.

In der Original Anleitung wird empfohlen als Schnabel ein angespitztes Holzspieß anzukleben. Hmm naja ankleben finde ich nicht so toll, und so ein banaler „Schaschlikspieß“  im Gesicht ist nun wirklich nicht schön. Also habe ich etwas experimentiert und den Schnabel auch aus dem Stoff des Körpers genäht. Dazu habe ich einfach ein Reststück zu einem Dreieck gelegt und spitz zusammen genäht. Viel länger als der Schnabel sein sollte, denn wenn das Teil zu klein ist kriegt man es einfach nicht gewendet. Mit dem Stil eines Kaffelöffels hab ich das kleine Teil dann auch gut ausgestülpt gekriegt. Das was zu lang war hab ich dann einfach als „Füllung“ in den Schnabel gestopft und ihn von Hand mit ganz kleinen Stichen ins Gesicht genäht.

Das Schnittmuster aus dem Buch habe ich mit etwa 150% Vergrößerung kopiert, weil mir die originalgröße etwas sehr klein vorkam. Und ich denke das das nähen bei einem etwas größerem Maßstrab leichter ist.

Mein Vogel ist von Schnabel bis Schwanzspitze etwa 22 cm lang.

Die nicht gerade billigen Tilda-Stoffe habe ich je 15 cm gekauft und noch genügend Material für nochmal 1-2 Vögel übrig.

Kommt ein Vogel geflogen!

Nach meinen Umzug, und massiver Probleme mit der Telekom (ich hatte 4 Wochen weder Telefon noch Internet!!!) kann ich jetzt endlich wieder bloggen.

So ein Umzug macht schon viel Arbeit und noch mehr Durcheinander. Zwar habe ich ein wenig Handarbeit gemacht, aber weder Lust noch Zeit darüber zu schreiben. Jetzt habe ich mich in der neuen Wohnung endlich eingelebt und auch mein Internet funktioniert, also kann ich jetzt endlich wieder bloggen.

Heute habe ich zum Ersten Mal etwas aus einem Tilda-Buch genäht.

Ich finde mein Vögelchen ist ganz gut geraten, dafür das ich sowas zum allerersten Mal gemacht habe.

Die Erklärungen und Schnitte in Tone Finnangers „Tildas Sommerwelt“ sind wirklich supereinfach. Wobei ich finde das Ausstopfen könnte ein wenig besser beschrieben sein, aber ich denke darauf wird in einem anderen Tildabuch genauer eingegangen. Für mich war wirklich das wenden und ausstopfen das schwierigste, ohne einen Kochlöffel Stiel wäre mir das nie gelungen 🙂 .

Auf jeden Fall hat es mir super Spaß gemacht und dieser Vogel wird sicher nicht lange alleine bleiben.  Schon allein weil ich viel weniger Stoff benötigt habe als ich angenommen hatte… aus  einem 15 cm Streifen kann man mindestens 3 Vögel machen schätze ich.

Also Fortsetzung folgt

Nähprojekt

Nachdem ich viele Jahre lang nicht mehr genäht habe, hab ich mir jetzt kürzlich wieder eine Nähmaschine zugelegt. Meine allerersten Projekte waren nur die üblichen Flickarbeiten. So langsam werde ich warm mit dem neuen Gerät und nun wage ich mich nach und nach an „größere“ Projekte.

Hier seht ihr mein Projekt Buchhüllen für die Bibeln der Mitglieder unseres Bibelkreises. Natürlich hat jeder eine andere Ausgabe mit einem anderen Format. Für dieses Buch wollte ich nichts zu knallig, modernes nehmen und vorallem Farben die nicht so empfindlich für Verschmutzungen sind.

Der Braune Stoff habe ich von Karstadt, es ist ein etwas dickeres Polyestergemisch das sich für diesen Zweck sehr gut verarbeiten lässt. Die Größeren Formate habe ich mit mit zwei Lagen festem Uni-Stoff (Baumwollgemisch) gefüttert damit die Hülle nicht ausleiert.

Ich habe nicht nach einer Vorlage gearbeitet. Einziges Hilfsmittel war ein „Schnittmuster“ der Formate der Bücher. Die Empfänger haben mir nur die Maße durchgegeben (Höhe, Breite, Rückenhöhe), damit habe ich ein Papiermuster zugeschnitten. Diesen Zuschnitt habe ich auf den Stoff gelegt und danach geschnitten und gebügelt.

„Gut vorgebügelt ist schon halb genäht“ hat meine Mutter früher manchmal gesagt. Da ist etwas dran. Alle Kanten habe ich zuvor kräftig umgebügelt und mir somit sehr viele Stecknadeln erspart. Mit geraden und ordentlichen Bügelkanten fällt nähen viel leichter.

Bei der Lila Buchhülle habe ich zwei Lesezeichen in die Oberkante des Rückens eingearbeitet. Hierzu habe ich farblich passende Satinkordel verwendet und am Ende kleine Herzchen angenäht.

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